Sei anders, sagten sie. Sei besonders.
Sei du selbst.

Ich bin aber nicht besonders. Ich bin nicht aufregend. Ich bin nicht anders.
Ich bin gewöhnlich. Durchschnittlich. Veränderung macht mir Angst. Auch wenn sie zu Tausenden gegen den Strom schwämmen, würde ich mich weiter treiben lassen, altbekannte Wege gehen. Dort wo sie mich kennen.
Dort wo sie mir sagen, was ich sein kann.

Ich gehe langsam, gesenkten Hauptes; voller Scham?
Wohin gehe ich
Wohin
Wohin

Sie sind verärgert. Sie verstehen es nicht, dass ich mich selbst nicht verstehe und mich verhalte, sodass es niemand verstehen wird.
Und vielleicht ist das letztendendes auch nicht wichtig, wo ich doch auf altbekannten Wegen gehe, immer ein Ziel vor Augen, vermeintlich, und ich werde mich nicht verlieren
Sie werden auf mich aufpassen. Das haben sie versprochen. Sie werden nicht zulassen, dass ich unglücklich werde.
Halt meine Hand, habe ich gesagt. Lass mich nicht los. Als deine Hand schon längst nicht mehr in meiner lag.

Ich gehe langsam, gesenkten Hauptes.
Voller Scham.
Ich verlor nicht nur mich selbst, sondern so viel mehr.
Und die Frage ist plötzlich nicht mehr, wohin ich gehe
Sondern warum.