Zeit.

Zeit zu gehen, mal wieder.

Nächstes Mal bleib ich länger.

Nächstes Mal.

Ich verspreche es dir. Dir, mir und der Zeit.

Ich bin so verloren, weil die Tage sind so dunkel geworden sind.

Wir sind einander entwachsen.

Größer geworden und alles andere wurde so klein.

Ich habe dir zugeschaut. Mein Voranschreiten deinem angepasst.

Wir gingen einen Weg zusammen, im Glauben ihn nicht alleine gehen zu können.

Und auf dem Weg, da verlor ich mich selbst, als ich begriff,

es war nur noch dein Weg. Deine Welt.

Ich war nur kurz zu Gast. Niemals ein Teil von ihr.

Zeit zu gehen, mal wieder.

Zeit war mal zerbrechlich, legte sich auf uns nieder, mit Tonnen von Gewicht.

Und wir konnten nicht atmen und wir konnten nicht mehr spüren.

Aber manchmal, da war das einfacher,

als alles zu fühlen.

Nächstes Mal bleibe ich länger.

Das habe ich versprochen. Und vielleicht habe ich es auch so gemeint.

Ich trage die Narben mit mir herum.

Sie erinnern mich an ein Versprechen, das ich gab und niemals beabsichtigte zu halten.

Zeit war mal zerbrechlich. Einst bettelten wir darum, die Stunden möchten doch bitte nicht verstreichen.

Tick. Tack. Tick. Tack.

Und heute da beten wir darum, sie mögen doch schneller vorüber gehen, damit wir wieder leben können.

Ohne Druck.

Nicht traurig sein. Kopf hoch.

Die Zeit bringt das Vergessen und dann werden wir wieder leben.

Zeit zu gehen. Mal wieder.

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